Mittwoch, 25. März 2026

Frühlingskonzert 21. März 2026

Mit dem Paradestück der Wiener Schrammelmusik Wien bleibt Wien, gespielt vom Petershausener Kammerorchester unter der Leitung von Soloviolinist Eugen Tluck, begrüßte der Treffpunkt Kultur die zahlreichen Gäste beim Frühlingskonzert im Gutshofsaal von Schloss Hohenkammer.

Kontrabassist und Moderator Manfred Burghardt bedankte sich bei dieser Gelegenheit im Namen des Vereins für das großzügige Entgegenkommen beim Geschäftsführer, Herrn Kirsch, der das Hiersein möglich gemacht und mit seinen Mitarbeitern tatkräftig unterstützt hat. Besonders begrüßte er den 1. und 2. Bürgermeister, Herrn Mario Berti und Herrn Michael Loy.

Aus der Feder des „letzten Meisters der Wiener Operette“, Robert Stolz, stammt das Wiener Lied Im Prater blühn wieder die Bäume, mit dem die Hauptperson und Solistin des Konzertabends, Koloratursopranistin Claudia Rösch, den Reigen unvergessener Melodien aus Operette und Wiener Lied eröffnete. 

Franz Lehar, der Hauptvertreter der sog. „Silbernen Operettenära“ zu Anfang des letzten Jahrhunderts, schuf Die lustige Witwe, Der Graf von Luxemburg und Das Land des Lächelns. Mit seiner Operette Paganini setzte er dem Violinvirtuosen Niccolo Paganini ein Denkmal. Aus dieser Operette erklang nun das Walzerlied Liebe, du Himmel auf Erden.

Der Großteil des Frühlingskonzertes war von Claudia Rösch und Eugen Tluck der Komponistenfamilie Strauß gewidmet, vor allem natürlich dem Walzerkönig Johann Strauß Sohn! Doch nicht nur als Walzerkomponist machte dieser sich einen Namen: alle zu dieser Zeit beliebten Tänze wurden von ihm in Musik gesetzt. Die Fledermaus gehört zusammen mit dem Zigeunerbaron und Eine Nacht in Venedig zu den drei seiner populärsten Kompositionen dieses Genres. Aus der Operette Die Fledermaus schlüpfte Claudia Rösch in die Rolle der Adele und begeisterte mit der Arie Mein Herr Marquis. Eines der bekanntesten Wiener Lieder, Draußen in Sievering blüht schon der Flieder, wieder einfühlsam und stimmungsvoll von der Solistin interpretiert, stammt aus der posthum erschienenen Strauß-Operette Die Tänzerin Fanny Elsner.

Aus der Lustigen Witwe von Franz Lehar erklang nun das Lied des Waldmädchens Vilja, dessen Romanze mit einem Jägersmann leider nicht glücklich endet. Ein lyrischer Höhepunkt der Operette, wieder gesungen von Claudia Rösch.

Robert Stolz` Operette Der Favorit entstand während des 1. Weltkriegs. Die Uraufführung 1916 in der Komischen Oper Berlin dirigierte der Komponist in Militäruniform. Die Operette selbst fiel beim Publikum durch, doch das Lied Du sollst der Kaiser meiner Seele sein wurde ein Welthit.

Noch einmal kam schließlich die kokette Zofe Adele aus der Fledermaus in Person von Claudia Rösch zu Wort, die uns mit stimmlichem und schauspielerischem Können über Die Unschuld von Lande erzählte.

Nach einem Feuerwerk an unvergesslichen Melodien bedankte sich der Moderator für das zahlreiche Kommen und den begeisterten Applaus, bevor er ein letztes Mal die Solistin des Abends auf die Bühne bat, die mit der heimlichen Nationalhymne Österreichs, dem Donauwalzer, das Publikum zu Standing Ovations hinriss. 

Zwischen den einmal lyrischen, dann wieder virtuosen Gesangsbeiträgen verzauberte das Orchester mit musikalischen Evergreens die Zuhörerschaft. Für Gold und Silber von Franz Lehár, die Tritsch-Tratsch-Polka und den Frühlingsstimmen-Walzer von Johann Strauß, die Salome – schönste Blume des Morgenlands von Robert Stolz spendete das Publikum reichen Beifall und klatschte beim Radetzky-Marsch, der als Zugabe erklang, begeistert mit.

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