Freitag, 27. November 2020

Vorweihnachtliche Grüße

Liebe Vereinsmitglieder, liebe Kulturinteressierte,

aufgrund des Infektionsgeschehens bleiben derzeit kulturelle Veranstaltungen in der Planungsphase.

Wir werden Sie vermutlich erst im Frühjahr 2021 wieder einladen können zu einem Konzert, einem Theaterstück, einer Lesung, einem Café Kultur, einer Ausstellungsführung, einem Stammtischbesuch.

Auch unser für Januar 2021 geplantes Kabarett müssen wir leider absagen. Ein Ersatztermin wird für April/Mai anvisiert.

Unsere für Januar vorgesehene Jahreshauptversammlung wird ebenfalls erst im Frühjahr stattfinden. Wir laden Sie zu gegebener Zeit ein.

Die Vorstandschaft



Donnerstag, 8. Oktober 2020

Vorläufig leider keine Treffen und Veranstaltungen

 Liebe Vereinsmitglieder, liebe Kulturinteressierte,

 
wir haben in der Vorstandschaft beschlossen, bis auf Weieres keine Stammtischtreffen aufgrund der derzeitigen Situation in der Corona-Pandemie durchzuführen.
 
Auch größere Veranstaltungen werden erst im Kalenderjahr 2021 stattfinden.
 
Gute Gesundheit wünscht Ihnen die Vorstandschaft
 

Freitag, 1. Mai 2020

ZEBRASS Konzert muss ausfallen

Das geplante Konzert mit ZEBRASS am 14.06.2020 muss leider aufgrund der Pandemie ausfallen.
Ein Ersatztermin wird festgelegt, wenn die Situation überschaubar ist.
 
Auch unsere Stammtischtreffen können dementsprechend nicht stattfinden.
 
Wir wünschen Ihnen gute Gesundheit und freuen uns auf ein Wiedersehen,
                                                                                        die Vorstandschaft

Dienstag, 17. März 2020

PAUSE!

Liebe Mitglieder und Freunde des Vereins, 

aufgrund der Coronakrise müssen zunächst folgende Veranstaltungen abgesagt bzw. verschoben werden:

So, 22.03., 16 Uhr Reisebericht mit Karl Strauß, Südamerika, Pfarrsaal Hohenkammer
So, 26.04., 18 Uhr Konzert mit Frau Daubner im Schloss Hohenkammer

Ersatztermine werden zu gegebener Zeit bekanntgegeben.

Der Stammtisch am ersten Mittwoch im April wird ebenfalls nicht stattfinden!

Die Vorstandschaft

Montag, 27. Januar 2020

Alles auf Anfang!

Am 19. Januar bot die kleine und sehr feine Bühne des Vereinsheims des SV Hohenkammer das neueste, überaus gelungene Kabarettprogramm von Lutz Kulpa. Seine Bühnenpartnerin: Agnes Burghardt. 

Geschichten aus dem alltäglichen Leben, aus der Politik, Philosophisches und Poetisches waren zu hören, weckten Bilder, erschütterten, unterhielten. Kabarett ist in seiner Motivation gesellschaftskritisch, komisch-unterhaltend und/oder künstlerisch-ästhetisch. Kabarett ist bitterböse, ernst, kurzweilig, authentisch, emotional, ironisch, skurril, nachdenklich, makaber, wahnsinnig und ehrlich. Dabei fußt der Effekt des Kabaretts, mehr noch als bei Comedy und Stand-up, auf dem Spiel mit dem Wissen des Zuschauers. 

Dieses Spiel kam gut an: begeisterter Applaus!



Sonntag, 22. Dezember 2019

Rückblick

Sonntag, 15. September 2019: 
An einem sonnigen Septembersonntag kam Manfred Trautmann, Autor und Theaterregisseur aus Eitting, zu einer Lesung nach Schlipps in den Gasthof Bail. Trautmann wurde 2018 mit dem Mundwerkpreis des Fördervereins Bairische Sprache und Dialekte (FBSD) vom Landschaftsverband zwischen Isar und Inn ausgezeichnet. Der undotierte Anerkennungspreis wird an Personen vergeben, die sich um den Erhalt der Bairischen Sprache verdient gemacht haben. Trautmann schreibt bairische Gedichte, Gstanzln, Theaterstücke und Geschichten sowie Texte auf Schriftdeutsch. Dass Letzteres nicht mit dem Begriff Hochdeutsch verwechselt werden darf, erfuhren wir in einem kurzen sprachgeschichtlichen Exkurs: Im Gegensatz zum Niederdeutschen ist das südliche Bairisch die eigentliche hochdeutsche Sprache. Wir hörten einerseits ernste Geschichten, die unter die Haut gingen und nachdenklich stimmten oder auch erschütterten. Dann wechselte Manfred Trautmann wieder zum Humorigen, Unterhaltsamen. Seine Vielseitigkeit verblüffte und begeisterte die Zuhörer.


Sonntag, 17. November: 

„China und Indonesien 1976“
von und mit Karl Strauß. Pfarrsaal Hohenkammer. Nach dem Tod von Mao Zedong 1976 hat sich China im Rahmen der Reform- und Öffnungspolitik von dessen Prinzipien ab- und sich dem Westen zugewandt. Karl Strauß hatte als einer der Ersten die Möglichkeit, die Volksrepublik China zu besuchen. Dieser vertonte Dia-Vortrag ist ein einmaliges Zeitdokument von einem Land, wie es nie mehr zu sehen sein wird!


Mittwoch, 4. Dezember, 18 Uhr: 

Musikalisches Adventskalendertürl
in der Mittermarbacher Kirche



Veranstaltungshinweis Januar 2020:

Sonntag; 19. Januar 2020: 

Lutz Kulpa „Alles auf Anfang“ – ein Geschenk-Tipp für einen heiteren Start ins Jahr 2020: Nach dem ausverkauften Auftakt in der Drehleier München verschlägt es Lutz Kulpa mit seinem Kabarett-Musik-Programm nun am 19.1.20, 18:30 Uhr, auf die Bühne im Sportheim Hohenkammer. Die Sportheimgastronomie bietet eine kleine Speisekarte, kommen Sie und lassen Sie es sich gutgehen (Einlass ab 17:30)! Karten, 16 €/erm. 13 €, gibt es bei Lebensmittel Oberhauser in Hohenkammer, Hauptstr. 1, und an der Abendkasse.


Freitag, 5. April 2019

Mit der Transsib nach China

An einem milden Frühlingssonntag gingen 34 Zuseher auf die Reise „Mit der Transsib nach China“. Einzigartige Ton-Aufnahmen umrahmten Fotos und Moderation von Karl Strauß, der sich im Sommer 1982 auf den Weg machte in eine andere Welt und seine Erlebnisse sorgfältig dokumentierte. Nach akribischer Vorarbeit konnte 2019 die Digitalisierung seines Dia-Reiseberichts angegangen werden, um diesen für die Zukunft zu bewahren.

Ein langgehegter Wunsch ging endlich in Erfüllung. Die 7.854 km lange Zugreise führte von Moskau auf der klassischen Transsibirischen Eisenbahnstrecke bis Ulan Uhde. Von dort zweigte die Reiseroute nach Süden ab durch die VR-Mongolei bis nach Peking. Besondere Sehenswürdigkeiten dort waren die Verbotene Stadt, der Kaiserpalast, der alte und der neue Sommerpalast, der Ackerbautempel und die „Große Mauer“ . In der ehemaligen Hauptstadt Xian besuchte die Reisegruppe die berühmte Terrakotta-Armee und bemerkenswerte Stelen in einer Moschee. In der landschaftlich wunderschönen Gegend um Guilin fand eine beeindruckende Bootsfahrt auf dem Li-Fluss statt. Von dort erfolgte die Ausreise über Kanton und Hongkong zurück nach Hause.

Die Zuschauer dankten dem Referenten mit anhaltendem Applaus und dürfen sich schon auf den nächsten Reisebericht freuen.


Ausblick:

Samstag, 25.5., 13:30 Uhr: Führung mit Frau Dr. Gabriela Wabnitz 
in der Hypo-Kunsthalle: „Samurai“. Pracht des japanischen Rittertums. 
Um Anmeldung unter 08166/5569 wird gebeten.

Ferienprogramm mit Maria Sailer

Lesung von bairischen Kurzgeschichten mit Manfred Trautmann





Sonntag, 3. Februar 2019

Jetz gherst da Katz!

Die bairische Sprache ist bedroht! Sogar die UNESCO hat das bereits im Jahr 2009 erkannt und deshalb unseren Dialekt auf die Liste der gefährdeten Sprachen gesetzt! Es ist an der Zeit, dass wir uns dieser Situation bewusst werden und unseren schönen bairischen Dialekt verstärkt pflegen und schätzen.
Hans Rottmeir aus Weichs hat sich deshalb in den letzten Jahren intensiv mit dem bairischen Dialekt befasst. Er hat zwei Bücher mit bairischen Sprüchen und Redewendungen aus unserer Gegend geschrieben. Sie tragen die Titel „A Hund bist fei scho!“ und „Jetz gherst da Katz!“. Ein weiteres Buch mit dem Titel „Bazi, Blunzn, Breznsoizer“ beschäftigt sich mit dem Wortschatz, wie ihn seine Vorfahren und auch noch seine Eltern gesprochen haben. 
Der Autor ist am Sonntag, den 17. Februar 2019 Gast beim Wirt in Schlipps. Er wird viele bairische Sprüche und Redewendungen, die  heute nur noch wenige kennen, zum Besten geben und die Gäste auch an manches schon in Vergessenheit geratene bairische Wort erinnern. Wer weiß denn heute noch, was eine „Gawentn“ ist, wo der „Dreißgischt“ herkommt oder warum manche Leute von einer „Bissgurkn“ sprechen? Auch darauf werden Sie von Rottmeir eine kompetente Auskunft erhalten.
Die Eltern unseres Gastes, Hans und Wally Rottmeir, sind beim Schneider z`Schlipps und beim Lehner in Oberkienberg aufgewachsen. Auch sie werden an diesem Abend in ihrem alten bairischen Dialekt in Videos über die frühere Zeit in Schlipps und Oberkienberg berichten. Dass bei der Veranstaltung der Humor nicht zu kurz kommen wird, liegt nicht nur auf der Hand, sondern auch in der Natur unseres Dialekts. Der Bayer mag`s nicht nur griawig, sondern bei passender Gelegenheit auch lustig und deftig – getreu dem Motto: Mir Bayern san grob, aber mir moanas aa aso! 
Noch ein Hinweis zur Einstimmung auf diesen Abend: Hans Rottmeir war mit seinen Büchern auch bereits mehrfach im Bayerischen Fernsehen zu sehen, so z. B. in der Reihe „Schwaben und Altbayern“

Gasthof Bail in Schlipps am 17.2.2019 um 17 Uhr, freier Eintritt.

Donnerstag, 31. Januar 2019

Was steht in nächster Zeit an ...


Samstag, 9. Februar, 13.30 Uhr, Pfarrsaal Hohenkammer:
„Ich baue einen Nistkasten“
mit Christian Rachl.
Bausätze für Meisen, Fledermäuse und Stare vom Bund Naturschutz. Für Kinder ab 8 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen. Akkuschrauber und Hammer sind mitzubringen. Unkostenbeitrag zwischen 12 und 16,50 €. Anmeldung per Mail (TreffpunktKultur@gmx.de) oder Telefon (08166/5569) bis zum 1.2.


Sonntag, 17. Februar, 17 Uhr, Gasthof Bail, Schlipps:
„Jetz gherst da Katz!“
mit Hans Rottmeir aus Weichs.
Der Autor wird viele bairische Sprüche und Redewendungen zum Besten geben.
Der Eintritt ist frei.


Sonntag, 17. März, 14 Uhr, Pfarrsaal Hohenkammer:
Café Kultur
für Vereinsmitglieder und Gäste mit Gesprächen, Gedichten, Geschichten.


An jedem ersten Mittwoch im Monat um 19 Uhr in der Alten Galerie, Schloss Hohenkammer: Stammtisch. Falls dies ein Feiertag ist, treffen wir uns am darauf folgenden Mittwoch.

Montag, 3. Dezember 2018

Die nächsten Termine

Liebe Mitglieder und Freunde des Treffpunkt Kultur e.V,

auf folgende Termine möchten wir euch gerne noch einmal aufmerksam machen:
  • Am Dienstag, 11. Dezember um 17 Uhr öffnet sich das Adventskalendertürchen des Treffpunkt Kultur im Pfarrsaal Hohenkammer.
  • Im Januar entfällt der Stammtisch!
  • Im 20. Januar 2019 findet um 18 Uhr die Jahreshauptversammlung des Treffpunkt Kultur e.V. mit Neuwahlen im Gasthof Bail in Schlipps statt.


Mittwoch, 19. September 2018

Termine!

Liebe Mitglieder,

wir möchten auf folgende Termine hinweisen:

* Jeden 1. Mittwoch des Monats, 19:00 Uhr Stammtisch für Vereinsmitglieder in der „Alten Galerie“, Schloss Hohenkammer. Fällt dieser auf einen Feiertag, findet das Treffen eine Woche später statt. Gäste sind willkommen! 

* Der für den 12.10. um 14 Uhr geplante Führungstermin im Georgianum kann leider nicht stattfinden. 

* Wir laden ein zum Film „Von Menschen und Göttern“ über das Kloster Tibhirine in Algerien am 18. November, 15 Uhr, mit Dieter Kleiss im Pfarrsaal Hohenkammer. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.


Donnerstag, 16. August 2018

Festkonzert für drei Trompeten, Pauken und Orgel in St. Evangelist Hohenkammer

Auf Einladung des „Treffpunkt Kultur“ gibt das Nördlinger Bachtrompeten Ensemble am


Sonntag, dem 23.09.2018 um 18 Uhr


 ein festliches Kirchenkonzert in der Pfarrkirche St. Johannes Evangelist, Hohenkammer.

Das Ensemble wird die Zuhörer mit einem abwechslungsreichen Programm erfreuen. So erklingt z.B. die Feuerwerksmusik von Händel, ein Satz aus Mozarts „Kleiner Nachtmusik“ oder eine Bläserbearbeitung des Volksliedes „El Condor Pasa“. Thomas Rothfuß bereichert das Programm mit Orgelsolowerken von Franz Lehrndorfer und Ignaz Bieling.


Den besonderen Reiz der Konzerte mit den Nördlinger Bachtrompeten macht unter anderem das umfangreiche Instrumentarium aus, das stets neue Klangfarben in den Kirchenraum zaubert: Von der Orgel begleitet erklingen Piccolotrompeten, B- und C-Trompeten, Flügelhörner, Corni da Caccia sowie verschiedene Perkussionsinstrumente.

Freuen Sie sich auf einen festlichen Hörgenuss!


Der Eintritt zum Konzert ist frei, Spenden sind freundlich erbeten.





Montag, 16. April 2018

Haben Sie Sehnsucht nach dem Frühling?

Treffpunkt Kultur e.V. präsentiert am 22. April, 18 Uhr im Schloss Hohenkammer ein Konzert mit dem vielversprechenden Titel Sehnsucht nach dem Frühling. 

Sie dürfen sich freuen auf Tassilo-Kulturpreisträgerin Koloratursopranistin Claudia Rösch und das Schyren-Quartett, die Ihnen herrliche Melodien u.a. von Wolfgang Amadeus Mozart und Johann Strauß zu Gehör bringen.

Eintrittskarten zu 13 € erhalten Sie im Vorverkauf bei Beate Oberhauser und an der Rezeption Schloss Hohenkammer. Reguläre sowie ermäßigte Karten zu 10 € (nur für Mitglieder des Treffpunkt Kultur) erhalten Sie bei Frau Deml, Tel. 08166/5569.

Die Tassilo-Kulturpreisträgerin Claudia Rösch begann ihre Ausbildung zur Koloratursopranistin bei Angela Schwaiger in Nandlstadt. Sie studierte bei Cheryl Studer in Würzburg und bei Gabriele Kaiser in München. Sie bildete sich weiter bei diversen Meisterkursen im In- und Ausland (z.B.Sylvia Geszty). Im Rahmen der Opernfestspiele München war sie wiederholt für die Bayerische Staatsoper tätig. In den letzten Jahren begeisterte sie bei zahlreichen Konzerten des Treffpunkt Kultur e.V. im Schloss Hohenkammer.

Die Musiker des Schyren-Quartetts sind allesamt Musikpädagogen am Schyren-Gymnasium Pfaffenhofen. Dieter Sauer (Violine) war dort fast 40 Jahre Musiklehrer und hatte einen Lehrauftrag an der Münchener Musikhochschule, an der er auch selbst studierte. Er gründete im Jahr 1970 das Pfaffenhofener Kammerorchester, das spätere „Kammerorchester Dieter Sauer“. Christiane Sauer (Violine und Viola) studierte ebenfalls an der Münchener Musikhochschule und leitet Vororchester und Orchester am Schyren-Gymnasium. Zusammen mit Marie-Therese und Stefan Daubner betreut sie dort auch seit über 10 Jahren die Streicherklassen. Marie-Therese Daubner (Violoncello) studierte Konzertfach an den Musikhochschulen Graz, Hannover und Würzburg und spielte als Cellistin mehrere Jahre bei den Hamburger Philharmonikern sowie im Brucknerorchester Linz. Stefan Daubner (Klavier) studierte an den Musikhochschulen Würzburg und Wien, wo er auch in Musikwissenschaft promovierte.


Bitte beachten Sie:

Die für den 11. Mai im Georgianum geplante Führung wird auf den Herbst verschoben – der neue Termin wird baldmöglichst bekanntgegeben.

Gut – Wahr – Schön. Meisterwerke des Salon de Paris aus dem Musée d’Orsay

Führung mit Dr. Gabriela Wabnitz in der Ausstellung in der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung.
Mit rund 100 Leihgaben aus dem Pariser Musèe d’Orsay durchläuft die Ausstellung mehr als ein halbes Jahrhundert französischer Malerei und räumt mit dem Vorurteil der in altbackenen Schemata erstarrten Salonkunst gründlich auf. Der schlechte Ruf der Salonkunst beruht vor allem auf Unkenntnis, in Wirklichkeit war sie ein äußerst vielgestaltiges Phänomen, das für viele malerische Neuerungen innovativer Künstler Platz hatte.

Die Bezeichnung „Salonkunst“ leitet sich daraus ab, dass Mitglieder der 1648 in Paris entstandenen „Académie royale de peinture et de sculpture“ ab 1725 jährlich ihre neuesten Arbeiten im „Salon Carré des Louvre“ ausstellten. Ab 1857 wurden die zweimonatigen Salon-Ausstellungen zu gesellschaftlichen Großereignissen, bei denen bis zu 7000 Gemälde, Grafiken und Skulpturen zu bestaunen waren.

Traditionell galten Historienbilder als vornehmste Gattung der Malerei: geschichtliche, mythologische und religiöse Themen mit strahlenden Helden. Das Schöne sollte zugleich das Gute und Wahre darstellen. Doch im von Kriegen, politischen und wirtschaftlichen Krisen erschütterten 19. Jhd. schwand der Konsens darüber, was als vorbildlich anzusehen sei. Das schlug sich in der Kunstproduktion nieder.

Der Maler William Adolphe Bouguereau (1825 bis 1905) schuf mit seinem grandiosen Gemälde „Dante und Vergil“ ein Werk, das aufgrund seiner perfekten Maltechnik gelobt, aber dessen Bildinhalt als grauenhaft, hässlich und trostlos bezeichnet wurde. „Die Geburt der Venus“ erntete herben Spott, da sie weniger an die Liebesgöttin als an eine kokette Pariserin erinnerte.

Jean-Léon Gérôme (1824 bis 1904), der Hauptvertreter des style néo-grec erregte mit „Junge Griechen beim Hahnenkampf“ im 1847er Salon Aufsehen, da statt Krieg und Sieg das profane Thema „Freizeitvergnügen“ dargestellt wurde. Gustave Boulanger (1824 bis 1888) wiederum malte 1861 fotorealistisch präzise eine fabrikneue römische Villa. Das Alltägliche erfuhr Aufwertung im antiken Gewand. Auch Kunsthandwerkliches gab es dabei im Salon zu sehen.

Im letzten Drittel des Jahrhunderts richteten sich die Naturalisten gegen eine Serienproduktion schönen Scheins. Sie malten einfache Leute in alltäglichen Situationen. In der Ausstellung herausragend seien genannt „Heuernte“ von Jules Bastien-Lepage und „Bäuerin“ von Alfred Philippe Roll.

Schließlich zog am Ende des Rundgangs das märchenhafte, 1894 geschaffene Gemälde „Der Ritter und die Blumenmädchen“ von Georges-Antoine Rochegrosse den Betrachter in seinen Bann: großformatig und mit zahllosen bunten Blüten übersät.

Elisabeth Deml

Foto: Richard Matzinger

Samstag, 9. Dezember 2017

Gesegnete Weihnachten und alles Gute 2018!


Treffpunkt Kultur e.V. in der Villa Stuck

Am 7. Oktober besichtigte eine interessierte 12-köpfige Gruppe mit Frau Dr. Gabriela Wabnitz die historischen Räume und den Garten der Villa Stuck in München. Eine große Anzahl von Werken Franz von Stucks (1863 bis 1928), Ausstellungen zur Kunst um 1900 sowie moderne und zeitgenössische Kunst erwarten hier im Haus den Besucher. Die Villa Stuck stellt ein Gesamtkunstwerk dar. Leben, Architektur, Kunst, Musik und Theater sollten hier kreativ verbunden werden. Sie wurde 1897/1898 von dem 34-jährigen Maler, Graphiker und Bildhauer Franz von Stuck nach eigenen Entwürfen erbaut und beeindruckt durch luxuriöse Inszenierungen in den Räumen, die auch privat bewohnt wurden. Das Vestibül, der Empfangssalon, der Musiksalon, das Treppenhaus und das Atelier sind als Meisterwerke der Raumkunst erhalten.

Auf der Pariser Weltausstellung 1900 wurden die wunderschönen Möbel, die der Künstler eigens für seine Villa entworfen hatte, mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Ein großzügiges Ateliergebäude wurde 1915 angefügt. Auf der Rückseite der Villa ist ein stimmungsvoller Künstlergarten, der südliches Flair verbreitet, zu entdecken.

Ein Abguss der Kapitolinischen Wölfin, das antike Wahrzeichen der Stadt Rom aus dem 5. Jhdt. v. Chr., steht auf der stadtwärts gerichteten Balustrade der Pergola. Vor der Villa zeigt eine Bronzeplastik eine Amazone in konzentrierter Bewegung. Das bronzene Eingangsportal wird von einem Medusenhaupt geschmückt. Im Vestibül fallen der Abguss der sogenannten Medusa Rondanini mit ihrem todbringenden Blick sowie überlebensgroße Kopien antiker Statuen und Relieffelder ins Auge. Das römisch anmutende, schwarz-weiße Fußbodenmosaik zeigt die Symbole Taube und Löwe sowie eine Schlange im Zentrum. Elemente aus Antike, Byzanz, Orient und Hochrenaissance treffen zusammen mit neuesten Entwicklungen des späten 19. Jahrhunderts. Der blaue Sternenhimmel im Musiksalon und Stucks Wächter des Paradieses sind weitere prägnante Erinnerungen an diesen schönen Ort. Zum 10-jährigen Vereinsjubiläum spendierte der Treffpunkt Kultur e.V. die Führungsgebühr.





Blick ins Jahr 2018:

  • Die erste Stammtischrunde 2018 ist am Mittwoch, den 10.1. um 19 Uhr in der Alten Galerie, Schloss Hohenkammer. Alle weiteren Treffen finden jeden ersten Mittwoch im Monat statt, fällt dieser auf einen Feiertag, am Mittwoch darauf. Gäste sind herzlich willkommen!
  • Am 13.1. treffen wir uns um 15 Uhr zur Führung mit Frau Dr. Gabriela Wabnitz in der neuen Ausstellung der Kunsthalle München „Gut – Wahr – Schön. Meisterwerke des Pariser Salons“ aus dem Musée d'Orsay. Um Anmeldung wird gebeten unter 08137/3766 (Burghardt).
  • Am 21.1. um 18 Uhr laden wir zur Jahreshauptversammlung im Gasthof Bail, Schlipps ein.
  • Im März ist eine Führung mit Frau Dr. Wabnitz durch die Gabriele-Münter-Ausstellung im Lenbachhaus angemeldet.
  • Für den April planen wir ein Konzert im Schloss Hohenkammer. Lassen Sie sich überraschen!
  • Im Mai erwartet uns eine Führung mit Frau Dr. Wabnitz im Gregorianum in München.
  • Der 23.9. bringt zum zweiten Mal die „Nördlinger Bachtrompeten“ nach Hohenkammer. Ein Konzert der Extraklasse konnten wir bereits im vergangenen Mai mit diesem Ensemble erleben und so freuen wir uns besonders auf diesen Abend in unserer schönen Pfarrkirche. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.
  • Wir werden Sie über zahlreiche kurzfristige Termine des Vereins – Cafè Kultur, Kirchenführungen, Ausstellungen ... per Mail und in der Presse informieren und bedanken uns herzlich für Ihr Interesse.

Eine stimmungsvolle Adventszeit, frohe Weihnachten und ein gesundes neues Jahr
wünscht Ihnen Cäcilia Burghardt

Samstag, 24. Juni 2017

Veranstaltungshinweise

8. Juli, 15 Uhr, Führung mit Frau Dr. Gabriela Wabnitz in der Kunsthalle in München. 
Thema: „Peter Lindbergh“. 
Peter Lindbergh (geboren 1944 in Lissa) ist einer der einflussreichsten Modefotografen der letzten vierzig Jahre. Neben seinen ikonischen Fotografien, mit denen Lindbergh das Supermodel-Phänomen der 1990er-Jahre begründete, präsentiert diese multimediale Schau mit rund 220 Objekten auch Filme sowie exklusives, bisher ungezeigtes Material wie Storyboards, Requisiten, Polaroids und Kontakt-Abzüge. Lindbergh führte mit seinen meist schwarz-weißen, den flüchtigen Moment einfangenden Fotografien einen neuen Realismus in die Modefotografie ein und revolutionierte damit die Bildsprache der bekannten Magazine und Mode-Labels. Als erster Modefotograf legte er den Fokus auf die einzigartigen Persönlichkeiten seiner Modelle. 
Eintrittspreis: 14 €, Senioren 12 €. Dazu kommt die Führungsgebühr in Höhe von 5 €, für Vereinsmitglieder ist die Führung frei!Anmeldung unter 08137/5216 oder TreffpunktKultur@gmx.de

9. August, Kinder-Ferienprogramm mit Maria Sailer. Thema: „Mein Lebensbaum“ nach Gustav Klimt, Acrylmalerei. 
Zwei kostenfreie Kurse: Vormittag: 10 – 11:30 Uhr (6 bis 8 Jahre), Nachmittag: 14:00 – 16:00 Uhr (ab 9 Jahre). Treffpunkt bei Fam. Sailer, Ortsstr. 5, 85238 Mittermarbach. Anmeldung unter Maria Sailer, Tel. 08137/8795

7. Oktober, 15 Uhr, Führung mit Dr. Gabriela Wabnitz in der Villa Stuck, Prinzregentenstraße 60, München, in den historischen Räumen und evtl. im Garten der Villa Stuck. 
Erbaut wurde diese als Wohn- und Atelierhaus von Franz von Stuck (1863 – 1928) und dient heute als städtisches Museum. Eintrittspreis 4 €, erm. 2 €; Kinder/Jugendliche bis 18 Jahre sind frei. Dazu kommt die Führungsgebühr in Höhe von 5 €, für Vereinsmitglieder ist die Führung frei! Anmeldung unter 08137/5216 oder TreffpunktKultur@gmx.de

Stammtischtermine: 
5.7., 6.9., dann jeden ersten Mittwoch im Monat, 19 Uhr, Alte Galerie, Schloss Hohenkammer.

Bairisch – Sprache mit sieben Siegeln?

Zum Schauplatz eines äußerst unterhaltsamen Abends wurde am 30. April der obere Saal des Gasthofs Bail in Schlipps. Es war dies eine der Jubiläumsveranstaltungen des Treffpunkt Kultur e.V. in Hohenkammer zum 10-jährigen Bestehen des Vereins.

Kein Geringerer als Dr. Norbert Göttler, Bezirksheimatpfleger von Oberbayern sowie Schriftsteller und Publizist, berichtete zum Thema „Bairisch – Sprache mit sieben Siegeln?“ in Form eines informativen, aber vor allem auch humorigen Vortrags.

Rund 80 Zuhörer folgten der Einladung des Treffpunkt Kultur, darunter auch eine große Abordnung des Burschenvereins Hohenkammer, was den Vortragenden sichtlich freute. Er gab ebenfalls seiner Freude darüber Ausdruck, dass er nun schon zum zweiten Mal im traditionsreichen Gasthof Bail zu Gast sein durfte.

Zusammen mit Siegfried Bradl, seines Zeichens Volksmusikberater und („Vollblut“-)Musiker aus Altomünster ergab sich ein kongeniales Vortrags- bzw. Musikerpaar, das es aufs Beste verstand, den vielen Zuhörern einen unterhaltsamen Abend zu bescheren.

Ausgehend von seinen Werken „Irxenschmoiz und Wedahex“ sowie „Ohrwuzler“ und „Zeiserlwagen“, die sich mit der bairischen Mundart befassen, gab Norbert Göttler allerlei Kostproben bairischer längst vergessener und heute fast nicht mehr gebräuchlicher Dialektwörter zum Besten. Dabei untergliederte er diese in verschiedene Themengebiete wie z.B. „zum menschlichen Aussehen“, „aus dem bäuerlichen Umfeld“, „in Sachen Liebesleben“ usw.

So manches Mal löste er dabei mit Begriffen wie „Schwoikopf“ oder „Gloiffe“ Gelächter aus, aber auch das eine oder andere „Aha“-Erlebnis, wenn auf die Herkunft der bairischen Wörter verwiesen wurde. Dass für die Bayern der „Fuaß“ von den Zehenspitzen bis zur Hüfte reicht, erheiterte ebenso wie auch die kurz und knapp gehaltene Wegbeschreibung eines Bayern im Vergleich zu der eines Nicht-Bayern. Musikant Siegfried Bradl hatte Zither und Gitarre dabei und genau wie seinem Vortragskollegen Norbert Göttler geht es ihm neben seiner Musikantentätigkeit vor allem um den Erhalt der bairischen Mundart. So wartete er neben einem schönen einleitenden Zitherspiel mit einer Vielzahl an traditionellen Wirtshausliedern und Couplets auf, die er gekonnt auf die Thematik Göttlers abstimmte. Zu den lustigen Liedern ließ er seine Gitarre erklingen und verstand es meisterhaft, das Publikum zum Mitsingen zu begeistern. Mit seinen originellen Wirtshausliedern wie „Herr Wirt, wos samma denn schuidig, awa zoin deama nix“, das er in Anspielung auf die Vereinsvorsitzende kurzerhand in „Cäcilia, wos samma denn schuidig“ umdichtete, sorgte Siegfried Bradl für große Heiterkeit und sangesfreudige Stimmung im Bail-Saal.

Mit der nochmals wunderschön auf der Zither vorgetragenen Titelmelodie der Fernsehsendung „Unter unserem Himmel“ endete dieser unterhaltsame Abend, der nahe legt, dass Dr. Norbert Göttlers zweiter Besuch in Schlipps nicht der letzte gewesen sein dürfte!

Elisabeth Deml


Freitag, 2. Juni 2017

Wanderführer vorgestellt 

Die Münchner Region entdecken

Um schöne Landschaften zu erkunden, muss man nicht immer weit fahren. Das beweist Joachim Burghardt in seinem neuen Wanderführer, den er jetzt in Hohenkammer präsentiert hat.
Hohenkammer – Trotz des schönen Wetters folgten viele Wanderinteressierte der Einladung von Cäcilia Burghardt, Vorsitzende des Vereins Treffpunkt Kultur, und bekamen einen tollen Vortrag zu hören und zu sehen. „Rund um München – vom Dachauer Land bis ins Alpenvorland“ – so ist der Titel des Buches.

Abwechslungsreiche Touren

Es beinhaltet 54 abwechslungsreiche Touren rund um die Landeshauptstadt: Das Tourenspektrum reicht dabei vom Feierabend-Spaziergang bis zur ganztägigen Streckenwanderung, von Publikumsmagneten wie Andechs und Mariabrunn bis hin zu unbekannten, stillen Wegen, kaum einen Steinwurf von der nie ruhenden Millionenstadt entfernt.

Zwei Jahre spannende Arbeit

Zwei Jahre hat Burghardt benötigt, um den Wanderführer zu erstellen. In dieser Zeit machte er sich zum Teil alleine auf die Suche nach tollen und spannenden Touren, oft wurde er aber auch von Familienmitgliedern und Freunden begleitet. „Ich musste die Landschaft ja erst einmal kennen lernen, das waren sozusagen meine Recherchetouren“, erklärte der Autor. Die besten Erlebnisse haben es dann ins Buch geschafft. Dafür begab sich Burghardt auf „sicherlich weit über 80 Touren“. Neben ausgewählten Touren, die Joachim Burghardt seinen Zuhörern vorstellte, gab der Autor auch interessante Fakten zur Geschichte unserer Landschaft preis und hob ganz besonders tolle Wandergebiete hervor: vom Erdinger Moos über die Täler von Amper, Glonn, Sempt oder Isar bis hin zum Fünfseenland oder dem Dachauer Hinterland – die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt. „Dabei hat man auch die Chance, Gegenden und Orte zu entdecken, von denen man noch nie etwas gehört hat“, so Burghardt. Wie zum Beispiel Froschkern in Anzing (Kreis Ebersberg). Oder aber man gelangt zu sogenannten „Wüstungen“: Ortschaften, in denen niemand mehr wohnt und zum Teil nur eine Kirche übrig ist.

Abgeschiedene Wege und viele Gegensätze

„So etwas gibt es in Mallertshofen in Richtung Erding. Dort ist lediglich die Kirche St. Martin erhalten.“ Oder Oberberghausen in der Gemeinde Kranzberg. Für den leidenschaftlichen Wanderer war es spannend, nicht nur abgeschiedene Wege zu entdecken, sondern auch auf viele Gegensätze zu stoßen. „Man merkt natürlich, dass die Landschaften geprägt sind von den Erfordernissen einer Großstadt.“ Wie Windkraftanlagen zum Beispiel. „Tradition und Moderne liegen sehr oft dicht beieinander. Die wirtschaftlichen Notwendigkeiten sind eben auch in der Landschaft nicht von der Hand zu weisen.“ Zur Veranschaulichung warf der Autor ein Bild von der Fröttmaninger Heide bei Nacht an die Wand: Das Naturschutzgebiet, das vom strahlenden Mond beleuchtet wird – und dazu die Allianz Arena, die „wie ein beleuchtetes Raumschiff“ mittendrin sitzt.

Gut zu wissen

Der Wanderführer „Rund um München: Vom Dachauer Land bis ins Alpenvorland“ von Joachim Burghardt ist beim Bergverlag Rother erschienen. Darin enthalten sind 54 Touren, die von einem Ausflug mit der Familie bis hin zur konditionell fordernden ganztägigen Wanderung reichen. Preis: 14,90 Euro.

Über 80 Touren absolvierte Joachim Burghardt. © Anna Schledzinski

Pressestimmen