Samstag, 6. Dezember 2014
Dienstag, 2. Dezember 2014
Ankündigung unserer nächsten Veranstaltungen
Sa, 28.2.2015,
15:15 Uhr:
Führung mit Frau Dr. Gabriela Wabnitz
„August Macke und
Franz Marc. Eine Künstlerfreundschaft“
im Kunstbau im Lenbachhaus,
Luisenstraße 33, 80333 München.
Anmeldung unter 08137/3766
(Burghardt).
Rund 100 Jahre nach dem Tod von August
Macke zeigt das Lenbachhaus in Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum
Bonn erstmals eine Ausstellung, die sich mit der Freundschaft von
August Macke und Franz Marc und ihrem künstlerischen Austausch
auseinandersetzt. Rund 200 Gemälde, Arbeiten auf Papier,
kunstgewerbliche Objekte und private Dokumente führen Leben und Werk
der beiden Künstler von 1910 bis 1914 vor Augen und verdeutlichen
nicht nur, wie sich Macke und Marc gegenseitig inspirierten, sondern
auch, wie eng und herzlich ihre Freundschaft war.
Sa, 21.3.2015, 11:45 Uhr:
Führung mit
Frau Dr. Gabriela Wabnitz in der Ausstellung
„Mit Leib und Seele“.
Münchner Rokoko von Asam bis Günther
in der Kunsthalle der
Hypo-Kulturstiftung, Theatinerstr. 8, 80333 München.
Anmeldung unter
08137/3766 (Burghardt).
Mit dem Münchner Rokoko entwickelte
sich im 18. Jahrhundert eine einmalige Blütezeit bayerischer Kunst,
die auch in internationaler Perspektive beispiellos ist. In den
Kunstwerken trifft heiliger Ernst auf irdische, spielerische
Leichtigkeit. Ihre außergewöhnliche Ästhetik lebt von einer bis
dahin nicht dagewesenen Lebensnähe, ihrer raffinierten Eleganz und
von höchster handwerklicher Qualität.
Die Bayerischen Hausberge neu erlebt – Nachlese
Zum Bildvortrag „Die Bayerischen
Hausberge neu erlebt“ von Joachim Burghardt hatten sich am Sonntag,
den 16.11., bei herrlichem Wanderwetter zahlreiche Bergfreunde an den
Aufstieg nach Hohenkammer gemacht. Die Vertreter des Treffpunkt
Kultur e.V. freuten sich über die vielen Gäste, der Pfarrsaal war
bis zum letzten Platz gefüllt. Die Berggipfel, die Joachim Burghardt
zeigte, dagegen nie, denn er ist stets auf der Suche nach den stillen
Pfaden und findet so auch einmal einen Ort, an dem man mal zwei
Minuten lang wirklich gar nichts hört.
Mit seinen eindrucksvollen Bildern und
unterhaltsamen Geschichten nahm er das Publikum mit auf seine Touren:
das Spitzingsee-Gebiet, alle zwei Jahre immer am 30. Mai besucht,
verschneite Gipfelbiwaks und der Hochwanner, Deutschlands unbekannter
zweithöchster Berg, waren u.a. seine Ziele.
Wintereinbrüche,
Regengüsse und schlaflose Nächte unter freiem Himmel, bei Joachim
Burghardt klingt das alles nach einem großartigen Erlebnis, denn
jede Strapaze wird reichlich belohnt: Zwei gelbe Blümchen halten
ihren Kopf durch die Eisdecke, steinige Gipfel ragen aus einem
Nebelmeer, die ersten Sonnenstrahlen suchen ihren Weg, nächtliche
Lichter leuchten aus dem Tal herauf, eine unerwartete
Sonnenfinsternis und viele weitere Motive konnte der Vortragende mit
seiner Kamera festhalten.
Wieder im (Glonn-)Tal angekommen, von
dem die Zuschauer den Fernblick bis nach Italien (!) bestaunen, hatte
die Treffpunkt-Vizechefin noch eine köstliche Stärkung vorbereitet.
Auf ein baldiges Wiedersehen in
luftigen Höhen!
Dienstag, 28. Oktober 2014
Rettet den Zauberwald!

Begeisterten Beifall erntete die Premiere von „Rettet den Zauberwald!“ am Samstag, den 20.9.14 im Theater auf dem Kneißlhof in Mittermarbach. Die Gastgeber, Projektleiterin Maria Sailer und der Treffpunkt Kultur e.V., konnten stolz auf das gelungene Ergebnis von monatelangem Malen, Basteln und Üben der 26 Mädchen und Jungen blicken. Diese hatten ja nicht „nur“ ein ganzes Theaterstück samt Liedern und Tänzen einstudiert, sondern auch Bühnenbilder und Kostüme entworfen und hergestellt. So entstanden bühnengroße Zauberlandschaften, eine Drachenhöhle, ein Zauberspiegel, Elfenkleider, ein Drachenkäfig und vieles mehr. Beim Flug mit dem Zauberteppich sausten die Wolken im Hintergrund vorbei und die bösen Zauberer verwandelten sich plötzlich in grüne Bäume.
Neben den talentierten Schauspielerinnen und Schauspielern, die sich bei kleinen Versprechern sofort gegenseitig zur Hilfe kamen und das zweistündige Stück (inkl. Pause) souverän und mit großer Spielfreude meisterten, zauberten die vielen Bühnenhelfer Landschaften, Behausungen und Himmel. Die siebenköpfige Band rundete das Ganze mit stimmungsvollen Einlagen zu einem Gesamtkunstwerk ab.
Der Besucherstrom wollte kaum enden und so konnte die Geschichte von den Prinzen, die auszogen den Zauberwald zu retten, einem vollen Haus präsentiert werden. Nach der Vorstellung fiel die Nervosität von den Kleinen (und Großen!) ab und die Eltern bedankten sich nochmals herzlich bei Maria Sailer und den vielen Helfern für dieses gelungene Projekt. Wer die zwei Aufführungen am 20. und 21. September verpasst hat, kann sich immerhin den Videomitschnitt ansehen. Und beim nächsten Projekt sind hoffentlich wieder alle so engagiert und mit viel Freude dabei!
Samstag, 25. Oktober 2014
Ankündigung
Liebe Mitglieder und Freunde des Treffpunkts Kultur Hohenkammer e.V.,
wir laden Sie herzlich ein zu einem Vortrag von Joachim Burghardt mit dem Thema "Die Bayerischen Hausberge neu erlebt" und zwar am
16.11., 16 Uhr im Pfarrsaal Hohenkammer
bei freiem Eintritt.
Wallberg und Herzogstand, Wendelstein und Benediktenwand, Kampenwand und Zugspitze: Fast jedem sind die prominenten Vertreter der Bayerischen Hausberge mit ihren Wegen, Hütten und Seilbahnen ein Begriff. Aber kann dieses Gebirge eigentlich noch Neues, Ungewöhnliches, Überraschendes bieten? Wer genauer hinschaut und einen Blick hinter die Kulissen des Massentourismus wirft, stellt überrascht fest, wie viele spannende Geschichten von den Bayerischen Hausbergen noch darauf warten, erzählt zu werden.
Joachim Burghardt berichtet in dieser abwechslungsreichen Bilderschau von vergessenen Pfaden und überwucherten Almruinen, von einsamen Tälern und Biwaknächten am Gipfel, vom unbekannten zweithöchsten Berg Deutschlands und vom Spitzingseegebiet, wo er seit 1999 in allen ungeraden Jahren immer am exakt gleichen Datum unterwegs ist und von Schnee über Hitze und Dauerregen bis hin zur Sonnenfinsternis schon alles Mögliche erlebt hat. Abgerundet wird dieser Vortrag mit außergewöhnlichen Aufnahmen von einem föhnigen Februarmorgen, an dem der Fernblick vom Glonntal bis nach Italien reichte.
wir laden Sie herzlich ein zu einem Vortrag von Joachim Burghardt mit dem Thema "Die Bayerischen Hausberge neu erlebt" und zwar am
16.11., 16 Uhr im Pfarrsaal Hohenkammer
bei freiem Eintritt.
Wallberg und Herzogstand, Wendelstein und Benediktenwand, Kampenwand und Zugspitze: Fast jedem sind die prominenten Vertreter der Bayerischen Hausberge mit ihren Wegen, Hütten und Seilbahnen ein Begriff. Aber kann dieses Gebirge eigentlich noch Neues, Ungewöhnliches, Überraschendes bieten? Wer genauer hinschaut und einen Blick hinter die Kulissen des Massentourismus wirft, stellt überrascht fest, wie viele spannende Geschichten von den Bayerischen Hausbergen noch darauf warten, erzählt zu werden.
Joachim Burghardt berichtet in dieser abwechslungsreichen Bilderschau von vergessenen Pfaden und überwucherten Almruinen, von einsamen Tälern und Biwaknächten am Gipfel, vom unbekannten zweithöchsten Berg Deutschlands und vom Spitzingseegebiet, wo er seit 1999 in allen ungeraden Jahren immer am exakt gleichen Datum unterwegs ist und von Schnee über Hitze und Dauerregen bis hin zur Sonnenfinsternis schon alles Mögliche erlebt hat. Abgerundet wird dieser Vortrag mit außergewöhnlichen Aufnahmen von einem föhnigen Februarmorgen, an dem der Fernblick vom Glonntal bis nach Italien reichte.
Donnerstag, 11. September 2014
Termine
Liebe Mitglieder, liebe Freunde des Vereins,
wir möchten Sie auf eine Terminänderung hinweisen:
wir möchten Sie auf eine Terminänderung hinweisen:
der Bergvortrag von Joachim Burghardt wurde auf Sonntag, 16.11. um 16 Uhr verschoben. Er wird bei freiem Eintritt im Pfarrsaal in Hohenkammer stattfinden.
Einen schönen Herbst wünscht Ihnen im Namen der Vorstandschaft
Cäcilia Burghardt
- Sa, 11.10. Fahrt mit der Bahn zur Fürther Kirchweih (nach Wetterlage)
- im Oktober: Marienliedersingen in der Pfarrkirche Hohenkammer
Einen schönen Herbst wünscht Ihnen im Namen der Vorstandschaft
Cäcilia Burghardt
Montag, 18. August 2014
Ferienprogramm des Treffpunkt Kultur Hohenkammer e.V.
Sehr
erfreut über die Begeisterung ihrer Tanzschülerinnen zeigte sich
die gebürtige Tunesierin Ikbal Ben Said am ersten Tag des
Hohenkammerer Ferienprogramms.
6 Mädchen aus dem Gemeindebereich
hatten das Ferienangebot zur Teilnahme am Erlernen eines
orientalischen Tanzes genutzt und was sie am Ende der dreistündigen
Nachmittagsveranstaltung präsentieren konnten war erstaunlich!
Nicht
zuletzt lag dies wohl daran, dass sich die jungen Tänzerinnen gleich
zu Beginn mit zwei orientalischen Gerichten stärken durften. Eines
davon bereiteten die Mädchen unter Anleitung von Frau Ben Said
selbst zu: da wurden fleißig Teigblätter gefüllt, fachmännisch
gerollt und schließlich knusprig gebraten. Dann ließ man sich die
köstlichen Speisen schmecken und ging gut gestärkt und mit
entsprechendem Eifer ans Werk.
In orientalische Gewänder gehüllt machte das Erlernen des Tanzes natürlich doppelt so viel Spaß und am Ende zahlte sich der Fleiß der tanzbegeisterten Mädchen aus, sodass sie ihren Müttern eine gelungene Tanzdarbietung präsentieren konnten.
Der
Treffpunkt Kultur Hohenkammer e.V. bedankt sich vielmals bei Frau Ben
Said, die durch ihr überaus großes Engagement den Auftakt des
Ferienprogramms zu einem unvergesslichen Nachmittag werden ließ.
Elisabeth
Deml (2. Vorsitzende, Treffpunkt Kultur e.V.)
Mittwoch, 2. Juli 2014
Pasta e Puccini
Ein außergewöhnlich beeindruckender Abend erwartete die Gäste im Camers, dem stilvollen Restaurant im Schloss Hohenkammer. Geschäftsführer Martin Kirsch begrüßte die Gäste herzlich, bedankte sich für die Anregung der Veranstaltung durch den Verein Treffpunkt Kultur e.V. und eröffnete „Pasta e Puccini“. Ein Aperitif stimmte ein auf die Köstlichkeiten musikalischer und kulinarischer Art, die sich gelungen abgestimmt aneinanderreihten und die Anwesenden begeisterten.
Zwischen den perfekt servierten Gängen nahmen uns die Tassilo-Kulturpreisträgerin Koloratursopranistin Claudia Rösch und das Johann-Strauß-Ensemble unter der Leitung von Eugen Tluck, das aus Musikern des Münchner Rundfunkorchesters zusammengesetzt ist, mit auf eine musikalische Reise durch Italien. Besonders stimmungsvoll erklang unter anderem der Lagunenwalzer aus „Nacht in Venedig“ von Johann Strauß. „Santa Lucia“, „O sole mio“ sowie das Trinklied aus La Traviata von Giuseppe Verdi versetzten die Zuhörer in das Reich italienischer Fantasien. Claudia Rösch brillierte in zahlreichen Arien, hier seien stellvertretend die Arie der Musetta aus Bohème: „Quando me`n vo“ von Giacomo Puccini sowie die Arie der Gilda aus Rigoletto „Caro nome che il mio cor“ von Giuseppe Verdi genannt.
Als besondere Note stellte sich Sternekoch Fritz Schilling mit seinem Team den Gästen zum Abschluss des Abends vor und wurde für seine Kreationen mit begeistertem Applaus sowie auch musikalisch reichlich belohnt.
Zwischen den perfekt servierten Gängen nahmen uns die Tassilo-Kulturpreisträgerin Koloratursopranistin Claudia Rösch und das Johann-Strauß-Ensemble unter der Leitung von Eugen Tluck, das aus Musikern des Münchner Rundfunkorchesters zusammengesetzt ist, mit auf eine musikalische Reise durch Italien. Besonders stimmungsvoll erklang unter anderem der Lagunenwalzer aus „Nacht in Venedig“ von Johann Strauß. „Santa Lucia“, „O sole mio“ sowie das Trinklied aus La Traviata von Giuseppe Verdi versetzten die Zuhörer in das Reich italienischer Fantasien. Claudia Rösch brillierte in zahlreichen Arien, hier seien stellvertretend die Arie der Musetta aus Bohème: „Quando me`n vo“ von Giacomo Puccini sowie die Arie der Gilda aus Rigoletto „Caro nome che il mio cor“ von Giuseppe Verdi genannt.
Als besondere Note stellte sich Sternekoch Fritz Schilling mit seinem Team den Gästen zum Abschluss des Abends vor und wurde für seine Kreationen mit begeistertem Applaus sowie auch musikalisch reichlich belohnt.
Donnerstag, 12. Juni 2014
Theaterprojekt: „Rettet den Zauberwald“
26 engagierte Mädchen und
Jungen zwischen 8 und 14 Jahren haben sich bereit erklärt, zusammen
mit der Kunststudentin Maria Sailer ein Theaterstück zum Kinder- und
Jugendbuch „Die Drachenprinzessin rettet den Zauberwald“ von
Patricia C. Wrede zu erarbeiten.
Das Projekt umfasst
Bühnen- und Kostümgestaltung, Tanz, Musik, Gesang und Theaterspiel.
Der Schwerpunkt der künstlerischen Arbeit liegt in der
Bühnengestaltung. Dafür haben sich die Teilnehmer bisher einige
Male getroffen und Ideen gesammelt, die zum Großteil bereits mit
viel Engagement und Fantasie gemeinsam umgesetzt wurden. Auch für
die Kostüme haben die jungen Künstler schon fleißig Skizzen
gezeichnet.
12 Kinder übernehmen eine
Sprechrolle, die sie selbst mitgestalten dürfen. 8 Kinder üben
gemeinsam zwei Tänze ein. Die passende Choreografie wird von zwei
jungen, talentierten Tänzerinnen entwickelt und einstudiert.
Es ist geplant, zwei
Lieder mit einzuarbeiten, die teilweise neu getextet und arrangiert
werden.
Zur musikalischen
Begleitung wird eine Band aus Jugendlichen und Erwachsenen
zusammengestellt.
Die
Aufführung des Theaterprojekts wird am Samstag, 21. September und am
Sonntag, 22. September 2014 im Stadl des Kneißlhofes in
Mittermarbach stattfinden. Der Beginn der beiden Vorstellungen wird
noch bekannt gegeben.
Neues vom Ötzi!
Am 10. Mai war es wieder so weit –
Freunde des Treffpunkt Kultur e.V. Hohenkammer trafen sich im Foyer
der Archäologischen Staatssammlung München, um in das Leben unserer
Vorfahren vor über 5.000 Jahren einzutauchen.
Vielen wird der spektakuläre Fund der
Eismumie – nunmehr allgemein als Ötzi bekannt – im Jahr 1991
noch in Erinnerung sein. Doch welche Ergebnisse konnte die
Wissenschaft aus der Erforschung der Mumie gewinnen?
Eine fachkundige Führung unter Leitung
der Kunsthistorikerin Frau Dr. Gabriela Wabnitz vermittelte den
Teilnehmern Einblicke in die Lebensweise, die Gesundheit und das
Verhalten unserer Vorfahren. So konnte die DNA der perfekt erhaltenen
Mumie extrahiert werden. Man fand heraus, dass Ötzi bereits an einer
Lactoseintoleranz erkrankt war und unter Karies und Parodontose litt.
Auch die Arthrose in den Sprunggelenken oder Verkalkungen in den
Arterien sind keine Zivilisationserscheinungen, sondern bereits vor
5.000 Jahren zu belegen.
Ötzi war circa 50 Jahre alt, 1,60 m
groß und wog 50 kg. Seine Augenfarbe war braun, die Schuhgröße 38.
Bemerkenswert sind auch Tätowierungen, die wohl aus medizinischen
Gründen am Rücken der Mumie angebracht waren.
Ungeklärt ist
der gewaltsame Tod von Ötzi. Eine Kriminalgeschichte, die vor über
5.000 Jahren spielte und wohl nie geklärt werden wird. War es eine
persönliche Feindschaft oder waren es Stammeskonflikte, die zum Mord
führten? Der Phantasie der Teilnehmer sind hier keine Grenzen
gesetzt ...
Aufschlussreich sind auch die
Ausstattung und die Geräte, die Ötzi mit sich führte. Ein Behälter
als Rinde zum Transport von Holzkohle, ein Feuerstein, Pfeile und ein
Bogen. Wie es wohl war – damals, als die Menschen noch Feuer aus
Steinen machen konnten und Leder ohne Metallklingen schneiden
mussten?
Das Leben des Ötzi ist spannend und
bunt – der Einblick möglich, weil wissenschaftliche Erkenntnisse
unserer Zeit dazu führen, die Spuren der Vergangenheit zu lesen.
Die Führung begeisterte die Zuhörer
und regt dazu an, dem Ötzi im Archäologischen Museum in Bozen bei
Gelegenheit einen Besuch abzustatten.
Richard Matzinger
Montag, 9. Juni 2014
Freitag, 23. Mai 2014
Montag, 12. Mai 2014
Der Blaue Reiter – ein Rückblick
Am Sonntag, den 15. Dezember 2013, fand
sich eine stattliche Gruppe von Kunstinteressierten zu einer Führung
mit der Kunsthistorikerin Frau Dr. Gabriele Wabnitz im Neubau des
Lenbachhauses in München ein. Thema war der „Blaue Reiter“, eine
der bedeutendsten Künstlergruppen der Avantgarde zu Beginn des 20.
Jahrhunderts. Der Treffpunkt Kultur e.V. Hohenkammer hatte diese
Führung aufgrund des großen Interesses zum zweiten Mal angeboten
und Frau Dr. Wabnitz aus Hohenkammer freute sich sehr, so viele
Teilnehmer begrüßen zu dürfen.
Noch ehe man sich den
expressionistischen Kostbarkeiten der Maler Kandinsky, Münter, Marc,
Macke, Jawlensky und Klee zuwenden konnte, zog einen bereits im
Eingangsbereich des Neubaus ein gewaltiges Kunstobjekt in seinen
Bann. Wie eine Windhose saugt die von der Decke herabstürzende
Skulptur im zentralen Foyer das Publikum an. Der
Installationskünstler Olafur Eliasson hat diese tonnenschwere Arbeit
aus poliertem Metall und 450 farbig-dreickigen Glasscheiben
geschaffen und das trotz seiner immensen Größe schwungvoll wirkende
„Wirbelwerk“ verbreitet ungewöhnliche Lichtstimmungen und lässt
Schatten und Spiegelreflexe über die Wände der Halle tanzen.
Die gesamte, durch den Erweiterungsbau
hinzugewonnene zweite Etage ist den Malern des „Blauen Reiter“
gewidmet, wobei das Lenbachhaus die weltweit größte Sammlung zur
Kunst dieses Malerkreises besitzt. Diesen Umstand verdankt das Museum
der großzügigen Stiftung von Gabriele Münter, die 1957 anlässlich
ihres 80. Geburtstags über 1000 Werke des „Blauen Reiter“ dem
Lenbachhaus zum Geschenk machte. Dadurch gewann das Museum
internationale Strahlkraft und war fortan der privilegierte
Schauplatz, um die schärfste Wende in der Kunst der Moderne
nachzuvollziehen. und sich die Energie zu vergegenwärtigen, mit der
Kandinsky & Co. die Tradition aushebelten.
Wohnlichkeit und Behaglichkeit sind die
Schlüsselworte des Gestaltungskonzepts beim Neubau des
Lenbachhauses. Dies ist insbesondere an der intimen Abfolge von Sälen
und Kabinetten für den „Blauen Reiter“ ablesbar, die wir im
Rahmen unserer Führung anschließend ausführlich genießen durften.
Dass der Kreis des „Blauen Reiter“ eine spezifische Art von
strahlend farbiger, expressiver und zum Teil abstrahierender
Formensprache entwickelte, davon konnten wir uns bei unserem Rundgang
und Betrachten der vielen Kunstwerke überzeugen.
Allen voran war Wassily Kandinsky (1866
– 1944) ein Vertreter der abstrakten Kunst. Er besaß eine
außergewöhnliche bildnerische Intelligenz und hatte ein
ausgeprägtes Empfinden für Farbe und Form. Als Synästhetiker
empfand er Farben nicht nur als optische Reize, sondern ordnete den
Farben auch Klänge, Gerüche, Formen usw. zu. Mit dem zunehmenden
Abstraktionsgrad seiner Bilder versuchte er Bilder zu malen, wie man
Musik komponiert. Die Grundidee dabei ist das Hören von Farben bzw.
das Sehen von Klängen. Für Kandinskys künstlerische
Weiterentwicklung war Murnau am Staffelsee eine entscheidende
Station.
Franz Marc (1880
– 1916) wurde 1916 in die Liste der bedeutendsten Künstler
Deutschlands aufgenommen. Er verwendete Materialien wie Ölfarbe,
Guache, Bleistift, Aquarellfarben und schuf Holzschnitte. Seine
bevorzugten Motive waren Tiere als Sinnbild von Ursprünglichkeit und
Reinheit, da sie die Idee der Schöpfung verkörpern und in Einklang
mit der Natur leben.
Er drückte mit seinen Bildern seine
Utopie einer paradiesischen Welt aus.
Der Farbeinsatz in seinen Werken ist
nicht nur expressiv, sondern auch symbolisch, da Marc eigene
Farbgesetze aufstellte. Denken und Werk von Marc sind durch
Naturverbundenheit geprägt und spiegeln einen in der Tradition der
deutschen Romantik verwurzelten Naturbegriff wider, in der
beispielsweise Pferd oder Reh zum Symbol des Spirituellen werden.
August Macke (1887 – 1914) war offen
für die vielfältigen künstlerischen Strömungen seiner Zeit und
experimentierte in seinen Bildern mit den neuen Malstilen. Während
seines Kontaktes mit dem „Blauen Reiter“ abstrahierte er seine
Malweise nach dem Vorbild von Kandinsky, Marc und Münter. Seine
Gemälde weisen nun eine leuchtende Farbigkeit und vereinfachte
Formen auf, die häufig mit einer dunklen Linie umrandet sind. Die
Raumtiefe tritt zugunsten einer flächigen Wirkung zurück und häufig
ist ein Interesse an Ornamentalem zu erkennen. Der Sturm, Indianer
auf Pferden.
Gabriele Münter (1877 – 1962)
rettete einen bedeutenden Teil der Werke Kandinskys durch die Kriegs-
und Nachkriegszeit und machte sie später, zusammen mit Bildern der
Künstlerfreunde des „Blauen Reiter“ und eigenen Gemälden, der
Öffentlichkeit zugänglich. 1901 lernte Münter an der kleinen,
fortschrittlichen Kunstschule „Phalanx“ Wassily Kandinsky kennen,
mit dem sie sich während eines Malaufenthaltes 1903 in Kallmünz
verlobte. 1909 erwarb sie in Murnau ein Haus, das im Volksmund noch
heute das „Russenhaus“ genannt wird. Dort lebten und arbeiteten
Münter und Kandinsky in den Sommermonaten bis 1914, sofern sie sich
nicht in München aufhielten oder auf Reisen waren. In dieser Zeit
empfingen sie dort viele Besucher und Malerfreunde wie Werefkin,
Jawlenski, Marc und Macke. Unter dem stilistischen und maltechnischen
Einfluss von Werefkin und Jawlenski entwickelte sich Münter zu einer
der bedeutendsten deutschen expressionistischen Malerinnen.
Dass die Führung durch die Kunstwerke
des „Blauen Reiter“ ein höchst interessanter und doch äußerst
kurzweiliger Rundgang für die Teilnehmer wurde, verdanken wir Frau
Dr. Wabnitz, die uns mit ihrer Mischung aus dichter Information über
Leben und Werk der Künstler, hie und da gepaart mit Fragen an die
Teilnehmer sowie gespickt mit einer wohldosierten Portion Humor wie
immer begeisterte.
Elisabeth Deml
Freitag, 14. Februar 2014
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