Montag, 12. Dezember 2016

Freitag, 15. Juli 2016

Sommerpause

Liebe Vereinsmitglieder,

im August findet auch heuer kein Stammtisch statt.
Ab September treffen wir uns dann wieder hoffentlich gut erholt und in alter/neuer Frische!

Wir wünschen euch allen einen schönen Sommer und erholsame Ferien.

Sonntag, 10. Juli 2016

Ferienprogramm 2016

Wie bereits in den vergangenen Jahren beteiligt sich der Treffpunkt Kultur auch dieses Jahr wieder am Hohenkammerer Ferienprogramm – wir freuen uns auf einen bunten Tag mit vielen wissbegierigen Teilnehmern!


Einladung …

… zur Teilnahme an der Fahnenweihe des Burschenvereins Hohenkammer mit Festumzug zum 120-jährigen Jubiläum am 24. Juli 2016:

8 Uhr Empfang der Vereine im Festzelt, Weißwurstfrühstück
10 Uhr Festgottesdienst
12 Uhr Mittagessen mit anschließendem Fahneneinzug.

Unser Vereinstaferl, das Hans Bernhart geschreinert und Maria Sailer bemalt hat, führt die Mitglieder des Treffpunkt Kultur beim Festumzug an.

Frau Luna

… eine Operette in konzertanter Aufführung mit der Musik von Paul Lincke, begeisterte die zahlreichen Zuhörer im Gutshofsaal.

Der Mechaniker Steppke will im Jahr 1899 zum Mond fliegen und hat deshalb ein Mondgefährt gebastelt. Tatsächlich startet er mit seinen Freunden, dem Schneider Lämmermeier und dem Steuerbeamten a.D. Pannecke erfolgreich vom Balkon seiner Mansardenwohnung. In letzter Sekunde schwingt sich Wohnungsvermieterin Pusebach noch in die Mondfähre. Steppkes Verlobte Marie bleibt traurig zurück. Auf dem Mond herrscht nicht der „Mann im Mond“, sondern Frau Luna. Die Ereignisse führen zu liebestechnischen Verwirrungen, aber die Probleme lösen sich erfreulicherweise und es geht erwartungsfroh zurück auf die Erde.

Frau Luna wurde im Jahr 1899 in Berlin uraufgeführt und fiel in eine innenpolitisch erfreuliche Zeit. Allen gesellschaftlichen Klassen ging es ständig besser. Die technisch-industrielle Entwicklung erleichterte den Alltag der Menschen. Man konnte jetzt telefonieren, elektrisches Licht anknipsen und eine Funkanlage bauen – man strebte in ungeahnte neue Welten – warum also nicht auch auf den Mond?

Gerhard Riedl geleitete als Moderator launig durch die Handlung. Als Zauberkünstler verlieh er der fantastischen „Mondrevue“ auch einige magische Glanzpunkte. Sängerin Karin Law Robinson-Riedl und Sänger Rudolf Eduard Laué übernahmen souverän alle Gesangsrollen der heiteren Operette und machten das durch wechselnde Kleidung und Requisiten deutlich. Das Salon-Ensemble Ingolstadt spielte mit Violine, Viola, Flöte, Fagott und E-Piano unter der musikalischen Leitung von Swetlana Gilman. „Schlösser, die im Monde liegen“, „Schenk mir doch ein kleines bisschen Liebe“ und „Das macht die Berliner Luft, Luft, Luft“ waren die Höhepunkte eines stimmungsvollen Abends.

Ein Foto bei der Probe zur Operette Frau Luna: Das Salon-Ensemble Ingolstadt, Sängerin Karin Law Robinson-Riedl, Sänger Rudolf Eduard Laué und Zauberkünstler Gerhard Riedl.

Fledermausführung


In der Dämmerung versammelten sich an einem ausnehmend schönen Abend 20 Personen am Prielhof beim Kloster Scheyern. Uns erwartete eine spannende Unternehmung: wir hatten vor, Fledermäuse zu beobachten. Christian Rachl, der von Kindesbeinen an im Vogel- und Naturschutz aktiv ist, erzählte uns zunächst zahlreiche Details aus dem Leben der auf der roten Liste stehenden Säugetiere. Nachdem alle interessierten Fragen beantwortet waren, sammelte sich die Gruppe an einem Teich in der Nähe des Prielhofs. Einige Wasserfledermäuse kreisten dort dicht über dem Wasser, um sich mit Insekten zu stärken. Die Schnelligkeit ihrer Bewegungen forderte die Augen der Beobachter heraus. Mit einer Lampe und einem Ultraschalldetektor ausgerüstet, konnten die Teilnehmer Flugaktionen der Fledermäuse durch Klickgeräusche wahrnehmen.

In der Abendstimmung flogen Wildenten über die Teiche, Frösche quakten und späte Vögel überquerten das Wasser. Fledermäuse waren auch am Nachthimmel oder zwischen den Bäumen für kurze Augenblicke zu erkennen. Derzeit leben über 20 verschiedene Arten in Deutschland. Ihre größten Feinde sind fehlende Schlupfwinkel und der Einsatz von Insektiziden. Findet man eine abgestürzte Fledermaus, ziehe man dicke Handschuhe an und befördere sie behutsam an einen höher gelegenen Ort. Sie kann mit ihren scharfen Zähnen, mit denen sie die Chitinpanzer zahlreicher Insekten aufknackt, auch beißen.

Ein Großes Mausohr (Myotis mytis) in der für Fledermäuse typischen Haltung: mit dem Kopf nach unten. Durch einen speziellen Mechanismus in ihren Füßen brauchen Fledermäuse beim Hängen keine Kraft aufzuwenden, sondern werden durch ihr eigenes Gewicht nach unten gezogen.

Bernstorf – Führung durch das Bronzezeit Bayern Museum Kranzberg

Erfreulich viele Teilnehmer interessierten sich für diesen berühmten frühzeitlichen, europaweit relevanten Keltenort in unserer nächsten Heimat, der Nachbargemeinde Kranzberg.

Der Kranzberger Gemeindearchivar Alfons Berger hat die Besucher freundlich-amüsant mit seinem langjährigen Wissen über die Fundstelle durch die Ausstellungsräume geführt.
Zunächst wurde das örtliche Heimatmuseum in der Schule mit interessanten Ausstellungsstücken und Informationstafeln zur Ortsgeschichte von Kranzberg besucht.

Interessant und für einige neu war, dass Kranzberg als Pflegegericht der bayerischen Herzöge für ein großes Gebiet nördlich von München vom Freisinger Bistum bis nach Indersdorf zuständig war.
Dann ging es weiter auf den gegenüberliegenden Panthaleonsberg zum Hauptziel unserer Führung, dem Bernstorf-Keltenmuseum, wo wir bei herrlichem Wetter einen wunderschönen Ausblick über das frühhistorisch für die Kelten relevante Ampertal bis hin nach München hatten.

Hier stand früher ein stattliches Schloss. 1701 fertigte Michael Wening einen Stich an, der als einzige Bebauung auf dem Pantaleonsberg eine Kapelle zeigt, die aus der Zeit um 1666 urkundlich belegt ist. Auf Drängen des Bayerischen Staates musste die Kapelle 1807 abgerissen werden. Die verbliebenen Ziegelsteine dienten zum ersten Schulhausbau am Kirchberg. Heute erstreckt sich auf dieser großen Bergkuppe ein langgezogener Gebäudekomplex aus dem Jahre 1938, der durch einen überdachten Gang mit einem in derselben Zeit erstellten Pavillon verbunden ist. Dieses in der Süd-Ost-Ecke platzierte kleine Gebäude wurde ab 2002 zur Pantaleonskapelle umgebaut.

Im 2014 eröffneten Bronzezeit Bayern Museum im Dachgeschoß des renovierten Pantaleonsgebäudes gibt es zwei Stationen: einen Film über die Keltengeschichte und die Bernstorf-Ausgrabungen und einen hochinteressanten Keltenausstellungsraum mit Computer-Informationen.
Historische Details wurden von unserem Museumsführer anschaulich und mit reichen Erfahrungen geschildert, da er von Anfang an bei den Ausgrabungen mit dabei war.

Natürlich erfuhren wir auch aus erster Hand etwas über das derzeit wissenschaftlich kontrovers untersuchte Rätsel, ob der in Bernstorf ausgegrabene Goldschatzfund aus der Keltenzeit (ca. 1200 v.Chr.) stammt oder bei der hohen Goldherstellungsqualität erst späterer Zeit zugedacht werden kann.
Wir konnten das Rätsel nicht lösen, aber als Zeichen für die hohe Aktualität unserer Führung erwiesen sich ein paar Tage später deutschlandweit erschienene Zeitungsberichte, in denen über die neuesten, wissenschaftlichen Forschungserkenntnisse dahingehend berichtet wurde, dass der Goldfund scheinbar doch ein keltischer ist.

Johann Deml


Bronzezeit Bayern Museum Kranzberg

Samstag, 27. Februar 2016

Der Blaue Reiter kehrt zurück

Diese Veranstaltung konnte leider nicht stattfinden.

Samstag, 5. März, 15:45 Uhr: 

Führung mit Frau Dr. Gabriela Wabnitz im Lenbachhaus München. 
"Die Besucherinnen und Besucher treffen auf den Reichtum der weltweit größten Sammlung an Bildern aus dem Künstlerkreis des Blauen Reiter, die an verschiedenen Stellen durch eine stärker auratische Hängung herausragenden Gemälden mehr Raum gibt und somit Kandinskys Diktum folgt, dass nur das eigentlich Künstlerische im Mittelpunkt jeder Betrachtung stehen solle." 

Vereinsmitglieder und Interessenten außerhalb des Vereins sind herzlich willkommen. 
Zum Eintrittspreis von 10 € ist noch eine Führungsgebühr von 5 € zu entrichten. 
Die Jahreskarte für dieses außergewöhnliche Museum kostet 20 €. 
Anmeldung unter 08137/3766 (Burghardt)

Dienstag, 12. Januar 2016

Jahreshauptversammlung

Liebe Vereinsmitglieder,

wir laden Sie hiermit herzlich ein zur ordentlichen

Jahreshauptversammlung
am Sonntag, den 17. Januar 2016, 18 Uhr
im Cotta-Saal, Schloss Hohenkammer.

Tagesordnung:

1) Begrüßung und Bericht der 1. Vorsitzenden

2) Bericht der Schriftführerin

3) Bericht des Kassiers

4) Bericht der Kassenprüfer

5) Bericht des Künstlerischen Leiters

6) Wünsche und Anträge


Wir freuen uns über Ihr Kommen.

Dienstag, 1. Dezember 2015

Weihnachtsgrüße


Lebendiger Adventskalender 2015

Liebe Kinder, sehr geehrte Familien und Einwohner von Hohenkammer!

Dieses Jahr gibt es auch wieder den Lebendigen Adventskalender, jetzt schon zum fünften Mal!

Diese halbe Stunde mit Geschichten oder Musik am Nachmittag um 17 Uhr im Dezember ist mittlerweile fast eine Tradition in Hohenkammer, und es bleibt eine willkommene Abwechslung.

Auf jeden Fall gibt es wieder viele alte und neue, wundersame und spannendeGeschichten zu hören. Weihnachtsfreude wird tanzend ausgedrückt. Flöten zaubern Weihnachten in unsere Herzen, Trompeten und Posaunen bringen uns dem Fest näher. Frau Brigitte Geisenhofer hat letztes Jahr ein Lied zum Lebendigen Adventskalender geschrieben, und auch dieses wird zu hören sein.

Die Vielfalt im Lebendigen Adventskalender basiert auf dem Engagement vieler Familien, dem Kinderchor, der Jugendfeuerwehr, der Kirche, den Fußballern, dem Hort, dem Jugendblasorchester Hohenkammer und dem Schloss Hohenkammer.

Auch dieses Jahr gibt es Beiträge in Herschenhofen, Eglhausen, Deutldorf und Schlipps.
Wir laden alle ein, Jung und Alt, zu uns an die Haustüren zu kommen.


Mittwoch, 23. September 2015

Kulturfahrt zum Kelten- und Römermuseum in Manching

Die Kelten – ein Volk aus dem Dunkel der Zeit
Kulturfahrt mit Dr. Gabriela Wabnitz am 17.10. 2015

Am Samstag, den 17.10. treffen wir uns um 15 Uhr im Kelten- und Römermuseum in Manching, wo wir bei einer ca. 1 1/2-stündigen Führung in das Leben unserer vorzeitlichen Vorfahren, den Kelten, eintauchen. Wir werden erfahren, welch großartige Kultur sie uns hinterlassen haben, die sogar die Römer in Erstaunen versetzte, als diese 14 n.Chr. in nicht gerade friedlicher Absicht über die Alpen eindrangen.

375 v. Chr. eroberten die Kelten Rom, nur das Gegacker der Gänse auf dem Kapitol rettete die Bewohner, nachdem sie dorthin geflohen waren, und 100 Jahre später nahmen die Kelten Delphi ein. Erstaunliche Wanderungen legte dies Volk zurück, von dem wir heute nur sehr wenig wissen, da die Druiden die Geheimnisse hüteten und wir von ihnen keine schriftlichen Überlieferungen besitzen. Nur von späteren Geschichtsschreibern haben wir Kenntnisse über sie und durch sensationelle archäologische Funde, die wir vor allem in Manching bewundern können.

Wer Zeit und Lust hat, ist herzlich eingeladen, für einen kleinen Austausch bereits um 14.15 Uhr am Café beim Museum zu sein. Zur Führung treffen wir uns kurz vor 15 Uhr im Kassenbereich. Für die Anmeldung und falls Bedarf an einer Mitfahrgelegenheit besteht, wenden Sie sich bitte telefonisch (Burghardt 08137/3766, Deml 08166/5569) oder per Mail an uns.

Die Adresse lautet: kelten römer museum manching, Im Erlet 2, 85077 Manching.

Der Eintritt beträgt 5 €, ab 10 Teiln. 4 € pro Person; die Führungsgebühr beläuft sich auf 5 €.

Donnerstag, 13. August 2015

Märchen als Lebensbegleiter

Märchen haben im Laufe der Jahrhunderte nichts von ihrer Attraktivität eingebüßt, ganz im Gegenteil: In der heutigen Zeit suchen Erwachsene vermehrt, über Märchen ihre eigenen Wurzeln zu erkennen und zu deuten. An den drei Abenden dieser nur für Erwachsene gedachten Veranstaltung werden wir anhand ausgewählter Märchen der Brüder Grimm versuchen, ihre Bildersprache und Symbolik zu verstehen und sie in Beziehung zu unserem eigenen Leben und Erleben zu bringen.

Im Mittelpunkt steht dabei das Märchen "Des Teufels rußiger Bruder". Märchen sind oft kryptische, verschlüsselte Texte, die sich aber dem öffnen, der sich ihnen und ihrer ganz eigenen Sprache öffnet. Es ist immer wieder erstaunlich, wie viel Lebenserfahrung und Lebensweisheit in ihnen schlummert. Wir können uns diese verborgenen Schätze erschließen, sie zum Leben erwecken und für uns fruchtbar machen, wenn wir uns ihrer Bildersprache anvertrauen und dabei unserer Phantasie, unserer Intuition, unserer Assoziationsfähigkeit und unserer poetischen Intelligenz Raum geben. Ein paar einfache "Regeln" werden das Ganze erleichtern. Diese Art des Zugangs zu Märchen wollen wir an den drei Veranstaltungsabenden gemeinsam einüben.


Referent: Dieter Kleiss

Ort: Pfarrsaal Hohenkammer

Termine: Montag, 7., 14. und 21. September

Beginn: jeweils um 19 Uhr, Dauer ca. 2 Stunden

1. Abend: "Die Weisheit der Schlange"

2. Abend: "Der Teufel, die Hölle und die Musik"

3. Abend: "Frau Trudes kosmischer Hexenkessel oder: Lebt als Kinder des Lichts!"

Unkostenbeitrag pro Abend 5 €

Samstag, 1. August 2015

Kein Stammtisch im August

Liebe Mitglieder,

im August findet kein Stammtisch vom Treffpunkt Kultur statt.

Wir wünschen allen Mitgliedern einen schönen Sommer
und eine erholsame Urlaubszeit!

Sonntag, 19. Juli 2015

Ein Sommernachtstraum.

Münchner Merkur, 4./5. Juli 2015

Mittwoch, 24. Juni 2015

Sommernachts-Serenade auf Schloss Hohenkammer

 Ein Konzert-Highlight für laue, romantische Mittsommernächte bietet am Sonntag, 28. Juni 2015 um 20:00 Uhr die „Sommernachtsserenade“ im Renaissance-Innenhof auf Schloss Hohenkammer. Der wunderschöne Laubenhof des Wasserschlosses bezaubert durch seine dreistöckigen stilechten Arkaden-Galerien und bietet so einen wunderbaren Rahmen für das Konzert.

Mit Werken von Bach, Mozart, Salieri, Brahms und anderen wird die Serenade zu einem Erlebnis für die Sinne. Das Petershausener Kammerorchester unter der Leitung von Eugen Tluck musiziert zusammen mit dem treffpunkt.chor.projekt unter der Leitung von Manfred Burghardt. Und man darf sich auf die Koloratur-Sopranistin Claudia Rösch, den Solo-Oboisten des Bayerischen Rundfunkorchesters Florian Adam und Eugen Tluck an der Solo-Violine freuen. Der beeindruckende Renaissance-Innenhof des Hochschlosses Hohenkammer bietet neben dem optischen Genuss eine unfassbare Akustik, Musik in diesem Rahmen ist ein besonderes Happening, das man sich nicht entgehen lassen darf.

Die Sitzplätze sind entsprechend schon ausverkauft, es gibt aber noch ein paar Stehplätze auf den Arkadengängen. Von dort hat man einen sehr guten Blick. (Vorverkauf Stehplätze zu 10,- € bei „Lesen und Schreiben“, Petershausen, direkt im Schloss Hohenkammer an der Rezeption und an der Abendkasse.)

Einblick in die Weihenstephaner Gärten

Frau Andrea Baron (ent-)führte uns am Sonntag, den 21. Juni, in die Welt der Stauden, der Rot-/Gelb-/Blau- und Grüntöne in den Weihenstephaner Gärten in Freising. Mit großer fachlicher Kompetenz informierte Frau Baron über Standortwünsche und Pflege der Pflanzen.

Unterschiedliche Blüten- und Blattfarben, Wuchsformen, Strukturen und Texturen werden so angeordnet, dass ansprechende, kontrastreiche oder harmonische Pflanzbilder entstehen. Gehölze wie der Mammutbaum und die griechische Tanne haben ihren Standort im Randbereich des Sichtungsgartens und sind mit artenreichen Stauden unterpflanzt. 

Die wechselnde Farbenpracht der Stauden und Sommerblumen in den Beeten und Rabatten während des Gartenjahres lädt ein, immer wieder einmal vorbeizuschauen und die zauberhafte Atmosphäre zu genießen. 

Nach den Staudengarten widmeten wir uns der liebevoll gestalteten Kleingartenanlage mit bekannten und seltenen Gemüse- und Obstarten, Versuchen zu Düngung, Sortenwahl und Fruchtfolge und zahlreichen Kleingewächshäusern. Neben den wunderschön bepflanzten Hügel- und Hochbeeten, in denen sich Ringelblume und Kapuzinerkresse sichtlich wohl fühlten, war auch ein innovativer Pflanztisch für Rollstuhlfahrer zu sehen. 

Im Vorbeigehen und beim Berühren der Gewürz- und Heilkräuter stieg so mancher herrliche Duft in die schnuppernde Nase. Eine Information für Bienenfreunde gab es am Ende der Führung: wird der Knoblauch-Schnittlauch, Allium tuberosum, zum Blühen gebracht, entwickeln sich kugelige, doldige Blütenstände, die einen Durchmesser von etwa 7 bis 8 cm haben, die Bestäubung erfolgt durch Insekten, besonders Bienen.


„FIDELIS SERVUS ET PRUDENS“

Dieses Bibelwort (Mt 24,45) dürfte zweifellos auch auf Herrn Dieter Kleiss zutreffen, der für den Treffpunkt Kultur e. V. eine Führung durch den Scheyerer Konvent-Friedhof leitete und quasi als „treuer und kluger Diener“ unserer 18-köpfigen Abordnung die lateinischen Grabinschriften der verstorbenen Patres und Fratres erläuterte.

Auf den meist marmornen Gedenktafeln sind neben Namen und Lebensdaten der Mönche auch deren individuelle Tätigkeiten verzeichnet, die sie im Kloster zu Lebzeiten verrichteten. So finden sich dort Mechaniker, Gärtner, Bierbrauer, Lehrer, Bibliothekare genauso wie Imker, Bäcker oder Fischer. Das Besondere an diesen Inschriften aber, was unserem Besuch seinen eigentlichen Reiz verlieh, sind die in knappster Form, aphorismenhaft in wenige Worte verdichteten Charakterbeschreibungen, in denen die Mitbrüder des jeweiligen Verstorbenen, sozusagen als Nachruf, dessen Leben unter ein Motto stellten, nicht selten unter Verwendung einer zutreffenden Bibelstelle.

Auch ein Sohn unserer Gemeinde, Bruder Cyprian Rottenkolber, in Unterwohlbach 1856 geboren, legte 1906 seine Ewigen Gelübte ab und lebte bis zu seinem Tod 1944 im Benediktinerkloster Scheyern, wo er im dazugehörigen landwirtschaftlichen Gut tätig war und sich um die Schafe und um die Instandhaltung der Wege kümmerte – GRANGIAE OVIUM VIARUM CUSTOS. Seine Mitbrüder würdigten ihn als „wahren Israeliten, frei von jeglicher Heimtücke“.

Mit seinen profunden Kenntnissen der Lateinischen Sprache übersetzte uns Dieter Kleiss diese philologischen Kleinodien und gab uns Interpretationshilfen in der Ausdeutung der Texte. Bei lebhafter Beteiligung der Gruppe verging die Zeit wie im Fluge. Etliche Gruppenmitglieder nutzten anschließend die Gelegenheit zum Besuch der Vesper in der Basilika.


Montag, 16. März 2015

„Macke und Marc” in München

Eine große Gruppe von 20 Teilnehmern war es diesmal, die am 28. Februar gemeinsam mit Frau Dr. Wabnitz die Ausstellung „August Macke und Franz Marc“ im Lenbachhaus in München besuchte.
Rund 100 Jahre nach dem Tod von August Macke zeigt das Lenbachhaus in Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Bonn erstmals eine Ausstellung, die sich mit der Freundschaft von August Macke und Franz Marc und ihrem künstlerischen Austausch auseinandersetzt. Sie zeigt die Entwicklung der beiden Künstler von 1910 bis 1914. Rund 200 Gemälde, Arbeiten auf Papier, kunstgewerbliche Objekte und private Dokumente führen Leben und Werk der beiden Künstler vor Augen und verdeutlichen nicht nur, wie sich Macke und Marc gegenseitig inspirierten, sondern auch, wie eng und herzlich ihre Freundschaft war.

Macke und Marc waren zum Zeitpunkt ihres Kennenlernens noch sehr jung, Macke war gerade 23, Marc knapp 30 Jahre alt. Macke vom Typ her eher spontan und direkt, Marc eher nachdenklich und zurückhaltend, hätten die Künstler nicht unterschiedlicher sein können in ihrem Wesen. Trotz aller Differenzen in künstlerischen und kulturpolitischen Fragen wurde ihre tiefe Freundschaft davon nicht berührt.

Frau Dr. Wabnitz erläuterte nicht nur Intention und Stil einzelner Bilder, sondern las auch Passagen aus der privaten Korrespondenz der Künstler vor. Damit wurde noch einmal verdeutlicht, wie tief die Verbundenheit zwischen den beiden war. Zudem zeigte sich auch, welch wichtige Rolle die Ehefrauen der Künstler, Elisabeth Macke und Maria Marc, in dieser Freundschaft spielten. Der intensive künstlerische Austausch zwischen Macke und Marc dauerte nur wenige Jahre. Der 1. Weltkrieg beendete 1914 jäh das gemeinsame Wirken. Bereits Ende September 1914 fiel August Macke, 1916 wurde auch Franz Marc ein Opfer des Krieges. Umso erstaunlicher, wie viele Werke sie in dieser doch relativ kurzen Zeit schufen.

Vielen Dank an Frau Dr. Wabnitz für die interessante Führung, wir freuen uns schon auf die nächste Ausstellung.

Ludmilla Tumpek